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Regenwassernutzung - eine Einführung 

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. In der Vergangenheit sind wir mit diesem Gut jedoch recht gedankenlos umgegangen, so daß wir heute zunehmend Schwierigkeiten haben, Trinkwasser in ausreichender Qualität zur Verfügung zu stellen. Der Wasserbedarf in Deutschland wird zu etwa 50 % mit Grundwasser gedeckt. In einigen Regionen kommt das Trinkwasser sogar ausschließlich aus den verschiedenen Grundwasserstockwerken. Zu hohe Grundwasserentnahmen können jedoch erhebliche Auswirkungen für die Umwelt haben. Neben sinkenden Grundwasserspiegeln trocknen vermehrt Feuchtgebiete aus, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Um zu gewährleisten, daß auch in Zukunft Trinkwasser in hoher Qualität und aus- reichender Menge vorhanden ist, muß zum einen Wasser eingespart werden, aber auch zum anderen nach Möglichkeiten gesucht werden, Trinkwasser zu substituierren. 

Das Wassersparen kann auf mehrere Weisen erfolgen: 
4 durch eine Änderung im Verbraucherverhalten, 
4 durch den Austausch veralteter Installationen durch moderne wasser- 
sparende Installationen und 
4 durch die Nutzung von Regenwasser 

Setzt man die ersten beiden Methoden konsequent im Privathaushalt ein, so kann 

dadurch bereits der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch um ca. ein Drittel ge- senkt werden. 

Neben der Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs durch wassersparende Maßnah- men besteht eine weitere Möglichkeit darin, den Verbrauch von Trinkwasser durch eine Substitution mit Hilfe der Nutzung von Regenwasser zu reduzieren. Die Regenwassernutzung ist für Fachleute jedoch nur eine Art der Regenwasserbewirtschaftung. Eine andere Möglichkeit stellt die Regenwasserversickerung dar. 

Welche der beiden Bewirtschaftungsarten - Regenwassernutzung oder Regenwasserversickerung die ökologisch sinnvollere ist, sollte in jedem Einzelfall geprüft werden. Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen können, sind z. B. die Nutzung des Gebäudes, dessen Lage und die örtlichen Bodenverhältnisse. Aber auch Aspekte wie ordnungsgemäßer Einbau der Anlagen (dadurch keine Probleme nüt der Hygiene und mit Fehlanschlüssen) und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen soll- ten mit einbezogen werden. Die beste Lösung ist sicherlich immer die Kombination von Regenwassernutzung und Regenwasserversickerung. 
Aufbau einer Regenwasseranlage 

Auf den folgenden Seiten wird der Aufbau einer Regenwasseranlage beispielhaft vorgestellt. Die auf dem Markt angebotenen Bauteile der verschiedensten Hersteller können von der gewählten Darstellung abweichen. Wichtig für eine langlebige Anlage mit einer guten Wasserqualität ist aber, daß bestimmte Bauprinzipien eingehalten werden. Dazu gehören: 
  • Als Auffangflächen sollten nur Dachflächen benutzt werden. 4 Das Wasser ist vor Eintritt in den Speicher zufiltem. 
  • Das Wasser muß im Speicher kühl und dunkel gelagert werden. 
  • Die Wasserführung im Speicher muß ein Absetzen von Feinstaub begünstigen und ein Abschwimmen von leichten Materialien (z. B. Blütenstaub) er- leichtem. 
  • Der Speicher ist gegen das Eindringen von Kanalgasen, Tieren, Fremd- und 
    Schmutzwasser zu sichern. 
  • Die Regenwasseranlage ist aus hochwertigen und korrosionsbeständigen Bauteilen zu errichten. 
  • Die Leitungen des Betriebswassernetzes sind so zu kennzeichnen, daß sie auch nach vielen Jahren sofort und sicher als Betriebswasserleitungen erkannt werden. 
  • Die Trinkwassernachspeisung darf ausschließlich nach dem Prinzip des "freien Einlaufs" erfolgen. Es darf keinerlei direkte Verbindung zwischen den Leitungsnetzen für Regenwasser und Trinkwasser hergestellt werden. 

    Bei der Einhaltung dieser Bauprinzipen erhält man eine Regenwasseranlage, die einen langjährigen wartungsarmen Betrieb garantiert. Auch wenn immer wieder der Selbstbau von Regenwasseranlagen propagiert wird, sollte man sich unbedingt von einschlägigen Fachbetrieben beraten lassen und eine Regenwasseranlage immer zusammen mit solchen Betrieben erstellen. Diese Broschüre kann die Zusammenarbeit mit dem Fachbetrieb nicht ersetzen! 
Der Trinkwasserverbrauch lässt sich mit einer richtig dimensionierten Regenwasser- Nutzungsanlage problemlos halbieren.

Denn mit der  Schütz Anlagentechnik lassen sich ohne Komfortverlust etwa 50% des privaten Wasserverbrauchs durch Regenwasser ersetzten.

 


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